Interkulturelles Frauenzentrum S.U.S.I.
Solidarisch, Unabhängig,
Sozial, International

Geschichte


Im Herbst 1989 fanden sich in der Hauptstadt der damaligen DDR einige Freundinnen zusammen, um angesichts der neuen Möglichkeiten eine alte Idee zu verwirklichen: Ein Haus zu "erobern", das - unabhängig von Staat und Kirche - eine Heimstatt für internationale Begegnungen bieten sollte.

Diese Freundinnen mußten jedoch bald feststellen, daß die neue Zeit nicht nur überraschende Möglichkeiten eröffnete, sondern auch einen Rassismus zum Ausbruch brachte, dessen Ausmaß und Formen ihnen bis dahin unbekannt waren. Dagegen nahm die Gruppe Stellung und wurde der interessierten Öffentlichkeit bald unter dem Namen "Projektgruppe S.U.S.I." bekannt. Diese Abkürzung steht für "Solidarisch, Unabhängig, Sozial, International." Aus dieser Projektgruppe ging der Verein hervor, der 1991 unter dem Namen "Für eine kulturvolle, solidarische Welt" eingetragen wurde. Seinem Interkulturellen Frauenzentrum gab er den Namen "S.U.S.I." Das Interkulturelle Frauenzentrum S.U.S.I.wird seit 1992 von der Berliner Senatsverwaltung für Frauen gefördert.
Das ursprüngliche Konzept - d.h. vor allem der interkulturelle Austausch zwischen Frauen durch Veranstaltungen, Deutschkurse, Seminare und Workshops - konnte jahrelang durch Mittel der Arbeitsmarktförderung erweitert werden. Heute nehmen unsere muttersprachlochen Angebote von muttersprachlicher sozialer und psychologischer Beratung und unser Knastprojekt einen ebenso großen Raum wie der veranstaltungsbereich ein.

In Berlin ist S.U.S.I. das einzige Frauenprojekt, in dem diese Bündelung von Angeboten und eine so große Sprachenvielfalt zusammentreffen.

Das Interkulturelle Frauenzentrum S.U.S.I.arbeitet heute mit der Unterstützung der Senatsverwaltung für Arbeit, Wirtschaft und Frauen, des Bezirksamtes Mitte, der Servicegesellschaft "Zukunft im Zentrum", des Europäischen Sozialfonds, von Beschäftigungsmaßnahmen in Kooperation mit "Goldnetz e.V.", "Die Wille gGmbH", "Schildkröte GmbH" und "A&Qua", von Jobcentern, der Koepjohann'schen Stiftung, Praktika sowie ehrenamtlicher Arbeit.