Interkulturelles Frauenzentrum S.U.S.I.
Solidarisch, Unabhängig,
Sozial, International

Veranstaltungsprogramm im April

Mittwoch, 07.04.2010
Workshop für Beraterinnen: Ressourcen entdecken: Aspekte der Beratung von eingewanderten Müttern, die Fragen zur Erziehung ihrer Kinder haben
10.00-15.00 Uhr mehr...
Donnerstag, 08.04.2010
Gespräch: Besonderheiten bei der Erziehung von Kindern bikultureller Paare: Herausforderungen, Chancen, Konflikte
19.00 Uhr mehr...
Donnerstag, 15.04.2010
Theateraufführung: Plástico
20.00 Uhr mehr...
Donnerstag, 22.04.2010
Gespräch & Videoprojektion: Die Zugehörigkeit: Eine Reise in die Mutter Erde. Tanztherapeutische Ansätze in der interkulturellen Arbeit mit Frauen.
19.00 Uhr mehr...
Workshop für Beraterinnen:
Ressourcen entdecken: Aspekte der Beratung von eingewanderten Müttern, die Fragen zur Erziehung ihrer Kinder haben
Mittwoch, 07.04.2010, 10.00-15.00 Uhr
Welche Beraterin kennt das nicht:
Die Klientin kommt mit einem Berg von Problemen in die Beratung. Nach und nach erzählt sie von dem Druck, der auf ihr lastet: Neben Ärger mit Behörden, finanzieller Not, aufenthaltsrechtlichen Bedrohungen und der Suche nach Perspektiven gehören oft auch Trennung vom Partner, Streit um das Sorgerecht und sogar Erfahrungen körperlicher Gewalt dazu.
Was tun, wenn außerdem zur Sprache kommt, daß die Klientin unter diesem Druck ihre Kinder mißhandelt?

Heute bieten wir Beraterinnen die Möglichkeit zu einem Austausch mit praktischen Übungen:
Was sind meine Konflikte, Grenzen und Möglichkeiten in der Beratung zu solchen Themen?

Leitung: Margarita Orjuela (Dipl.-Psych. und Beraterin bei S.U.S.I.)

Bitte anmelden: susifrz@aol.com oder bei Thanh Thuy 28 87 95 11.
top
Gespräch:
Besonderheiten bei der Erziehung von Kindern bikultureller Paare: Herausforderungen, Chancen, Konflikte

Donnerstag, 08.04.2010, 19.00 Uhr

Die Erziehung von Kindern ist eine schwierige Aufgabe und kann gerade bikulturelle Partnerschaften auf eine ernsthafte Probe stellen:

Bikulturell erzogene Kinder haben die Chance, einen geschärften Sinn für andere Welten, Kulturen und Sprachen zu entwickeln. Ihre Eltern müssen jedoch eine Reihe von Fragen miteinander klären, wie z.B.: Welche Rolle wird der jeweiligen Herkunftssprache in der Familie zugesprochen?
Welche Art der religiösen Erziehung wird in einer bireligiösen Partnerschaft durchgeführt?
Welcher Erziehungsstil wird gewählt? Wie werden unterschiedliche Familienkonzepte zusammengeführt?

Eine wichtige Rolle spielen außerdem die Interaktionen mit der Umgebung, vor allem mit der Mehrheitsgesellschaft, in der das Kind sich bewegt.

Was muss bei der Erziehung von Kindern in bikulturellen Partnerschaften beachtet werden?

Ein Gespräch mit Dr. Tatjana Lima-Curvello, Soziologin, Geschäftsführerin des Verbandes binationaler Familien und Partnerschaften in Berlin.

Moderation: Karin Bergdoll, Mitglied des Vorstands des Vereins „Für eine kulturvolle, solidarische Welt e.V.“

Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit dem Interkulturellen Frauenhaus Berlin.
top
Theateraufführung: Plástico
Donnerstag, 15.04.2010, 20.00 Uhr

"Plástico" ist ein theatrales Spektakel, in der sich Schauspiel, Gesang und visuelle Künste vereinen. Es ist die Geschichte von drei Frauen am Rande des Zusammenbruchs. Ihre Leben unterscheiden sich nicht grundlegend von den unseren. Dennoch repräsentieren sie ein bedeutendes Phänomen unserer Zeit: das "Image": Das Image, das die Projektion des Individuums vorgibt, scheint bedeutungsvoller zu sein, als das Individuum und seine Persönlichkeit an sich. So verwandelt sich das Image zum Selbstzweck und reduziert den Menschen auf seine bloße Selbstprojektion.

Die Protagonistinnen der Erzählung sind Josefina, Elisabeth und Violeta. Sie erzählen aus ihrem Leben, in dem sowohl Realität als auch Fantasie – oder besser, sowohl die Frau als auch die Puppe – zu Wort kommen. Sie sprechen vom Sterben und von Frustration, von Träumen und Wünschen, von Täuschungen und Lügen. Das Leben geht weiter, die Zeit verstreicht, und was bleibt, sind 3 Frauen, die zu Puppen geworden sind.

Regie: Rosmery Schoemborn (Schriftstellerin, Pädagogin, Schauspielerin und Theaterregisseurin aus Kolumbien, seit 2006 in Berlin).

Dramaturgie: Tantanakuy Theater (eine junge, multikulturelle Theatergruppe aus Berlin).

Schauspielerinnen: Vanessa Pérez, Jeiny Cortés, Zulma Angélica Otálora.
top
Gespräch & Videoprojektion :
Die Zugehörigkeit: Eine Reise in die Mutter Erde. Tanztherapeutische Ansätze in der interkulturellen Arbeit mit Frauen.

Donnerstag, 22.04.2010, 19.00 Uhr

Szene aus „Partir Bisogna“

Annalisa Maggiani (Dipl.-Psych., Dipl.-Phil., Tanz- und Bewegungstherapeutin) wird die Tanztherapie mit dem Einführungsvideo „Die heilende Geste - eine Einführung in die Tanztherapie“ (von Annalisa Maggiani und Anna Lagomaggiore, Dauer ca. 30 min) vorstellen.
Außerdem zeigt sie die kurze Video-Dokumentation „Partir Bisogna“ (gedreht im U-Bahnhof Nollendorfplatz, Dauer ca. 13 min.), eine Performance über Exil und Migration, in der Elemente der Tanztherapie benutzt werden, um ein „kollektives Ritual“ der Zugehörigkeit vorzuführen – vom individuellen zum kollektiven Körper.

Die Tanz- und Bewegungstherapie ist heute in weiten Kreisen als psychotherapeutische Methode anerkannt, die die Bewegung als Mittel für den Ausdruck und die Kommunikation in einem Prozess einsetzt, der die psychophysische Integration (emotional, mental, physisch) des Individuums fördert.

Seit jeher nimmt der Mensch wahr, dass es eine Beziehung zwischen Bewegung und Emotionen gibt. Die bewegende Kraft des Tanzes wird in direkte Beziehung zu der eigenen Innerlichkeit, wie z.B. Sehnsüchten, Träumen und Ängsten gebracht.

Moderatorin: Gabriela Swierczynska, (Dipl.-Psychologin, Koordinatorin der psychologischen Beratung bei S.U.S.I.).
top
zurück